DIE SHEABUTTER-KOOPERATIVE IN GHANA.

HERSTELLUNGSVERFAHREN.

Die Sheabutter wird aus den Früchten des Sheabaumes gewonnen. Der Sheabaum erreicht 10-15m Höhe, ist ein natürlicher Bestandteil der Vegetation der Sub-Sahel-Zone (ein ca. 300km breiter Vegetationsstreifen von Mali über Burkina Faso, Ghana und bis Benin) und gilt in der Bevölkerung als heilig.

Mit ca. 20 Jahren blüht ein Sheabaum das erste Mal, mit 30 Jahren erreicht er seine volle Produktion an Früchten.

Die Früchte des Sheabaumes werden zwischen April und Juni geerntet, das grüne Außenfleisch kann direkt verzehrt werden – zurück bleibt die Sheanuss. Die vorselektierten Sheanüsse werden zerkleinert und kommen in eine Rösttrommel, werden dort geröstet und zermahlen: jetzt sieht die „Sheabutter“ fast aus wie flüssige Schokolade.

Kräftiges Rühren mit der Hand wechselt sich mit Kaltwasserbeigaben ab, dadurch löst sich Fett von der Paste und deren Farbe ändert sich. Nach heißem Wasser wird nochmal kaltes Wasser hinzugefügt und per Hand verrührt – dadurch steigt ein grauer, fettiger Schaum auf, der abgeschöpft wird.

Der Schaum kommt in einen Trog und wird über dem Feuer erhitzt. Durch das Erhitzen dehydriert das Öl vollständig und hellt es auf, anschließend wird das warme flüssige Fett in eine saubere Bowle zum Erstarren gefüllt. Während des Erstarrens wird die Sheabutter mit Holzlöffeln umgerührt.

DIE SHEABUTTER-KOOPERATIVE IN GHANA.

DIE PRODUZENTINNEN.

Die Mitglieder der Frauengruppen leben in der Upper West Region in Ghana an der Grenze zu Burkina Faso – ohne viel Infrastruktur, lange ohne Arbeitgeber. Hier ist es umso wichtiger, den Menschen Perspektiven zu bieten.

Durch die Arbeit für das Projekt, erhalten die Frauen eine Möglichkeit, Einkommen zu verdienen – mit einer Tätigkeit, die in ihrer Tradition verwurzelt liegt. Sie lernen durch Beratung, Gelder sinnvoll zu investieren und so die Zukunft der Produktion zu sichern.

Auch die Außenverpackungen der 1kg und 2kg Einheiten der handgemachten Sheabutter werden von Frauen des LOBI Stammes in Handarbeit gefertigt. Die Verpackung der übrigen Einheiten und die Etiketten werden im Süden Ghanas in Accra produziert.

Selbst das Logo der Sheabutter wurde in Accra entworfen.

DIE ARGANÖL-KOOPERATIVEN IN MAROKKO.

HERSTELLUNGSVERFAHREN

Das Arganöl wird aus den Nüssen des Arganbaumes gewonnen. Der Arganbaum ist die Lebensgrundlage der Berber in Marokko. Im Normalfall wird der Arganbaum bis zu 200 Jahre alt und bis zu 10 Meter hoch.

Er wird auch „Baum des Lebens“ genannt, da er die Berberstämme am Rande der Sahara mit Brennholz, Nahrung, Medizin und Schatten für den Ackerbau und die Viehzucht versorgt. Außerdem ist er ein lebenswichtiger Schutz gegen die voranschreitende Ausbreitung der Wüste.

Der vom Aussterben bedrohte Baum wächst nur in einem relativ kleinen Gebiet im Südwesten Marokkos, einem UNESCO Biosphären-Reservat.

Die etwa dattelgroße Frucht des Arganbaumes ist ohne Weiterverarbeitung nicht genießbar. In der Frucht befindet sich aber eine Nuss, die dreimal dicker ist als unsere Haselnüsse es sind und deren Schale extrem hart ist. In dieser Nuss befindet sich eine Art „Mandel”, die kleiner ist als ein Sonnenblumenkern. Diese „Mandeln” werden auf den flachen Dächern der Lehmhäuser getrocknet und anschließend geröstet.

Danach werden sie per Hand zermahlen und mit Wasser zu einer Paste vermischt, aus welcher sich das Öl am Ende herauslöst. Pro Arganbaum erntet man alle zwei Jahre etwa 30kg Früchte, die dann per Hand verarbeitet werden und am Ende etwa 1 Liter Arganöl ergeben. Nicht nur die Inhaltstoffe machen Arganöl so extrem wertvoll, auch die Begrenztheit der Ressource und die sehr aufwendige Verarbeitung sind mit uns bekannten Ölen nicht vergleichbar.

DIE ARGANÖL-KOOPERATIVEN IN MAROKKO.

DIE PRODUZENTINNEN.

Derzeit umfasst das Netzwerk 6 Frauenkooperativen mit insgesamt rund 240 Mitgliedern. Neben der Herstellung des Arganöls dienen die Subsistenzlandwirtschaft, die Bienenzucht und das Sammeln von Heilkräutern als Lebensgrundlage.

Die Mitglieder der Kooperativen sind einfache Frauen, zumeist Angehörige der Amazigh-Berber. Sie leben in mehreren Dorfgemeinschaften in der Umgebung von Agadir und in den angrenzenden Provinzen. Viele von ihnen sind Analphabetinnen und traditionellerweise dazu angehalten, den Haushalt zu besorgen.

Die Mitgliedschaft in den Kooperativen versetzte sie in die Lage erstmals eigenes Einkommen zu erwirtschaften, sich zu bilden und auf diesem Weg zu emanzipieren. Die Frauen erhalten über ihre Arbeit Zugang zu Schulungen in den Bereichen Qualitätssicherung, Erntemethoden, Marketing und anderen technischen Belangen, aber auch Allgemeinbildung.

Die Frauen übernehmen die Ernte der Früchte und die Verarbeitung zu Öl. Geerntet werden die Früchte auf eigenem und fremdem Land. Im letzteren Fall muss ein Teil der Ernte an den/die Besitzerin abgeliefert werden.

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